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ESSEN & GENIESSEN

Essen im Restaurant - Unnötige Kalorien geschickt vermeiden

Vom Aperitif bis zum Dessert kann man beim Essengehen schnell einmal in die Kalorienfalle tappen. Damit der gesellige Abend im Restaurant nicht nachhaltige Folgen auf Bauch und Hüften hat, beugen Schlankschlemmer mit Köpfchen vor. Von Sabine Bisovsky

Ein Restaurantbesuch mit Familie oder Freunden gehört einfach zum sozialen Leben dazu. Aus Angst vor unkontrollierter Kalorienaufnahme, nagt bei vielen Abnehmwilligen oft schon vor dem Essen das schlechte Gewissen. Doch mit geschickter Wahl von der Speisekarte und einfachen Tricks, kann jeder genussvoll satt statt pappsatt den Abend beschließen. 

1. Hände weg von Aperol Spritz 
Ein wahres Kultgetränk, das es aber in sich hat: Ein Glas (200 ml) kommt auf rund 236 kcal. Das wäre schon die halbe Energiemenge einer Leberkässemmel. Figurfreundlicher stoßen Sie mit Campari Soda (90 kcal) oder einem Gläschen Prosecco (rund 70 kcal) an. Ähnlich viele Kalorien wie mit einem Aperol Spritz ,tanken Sie mit einem halben Liter Bier. Viel besser: Ein erfrischender Hochsommer-Spritzer aus 1/16 l Wein aufgespritzt mit Soda auf 500 ml (45 kcal). 

2. Das Brotkörberl – wenn es nicht so duften würde 
Zum obligaten Aperitif wird oft verlockendes Brot mit Butter oder anderen Fettaufstrichen gereicht. So kann mitunter vor dem ersten Gang bereits die Kalorienmenge eines ganzen Abendessens auf den Hüften landen. Klugen Köpfen kann das nicht passieren, denn sie gedulden sich bis zur leichten Vorspeise und genießen diese dann umso mehr. 

3. Rote Karte für Schaum & Creme 
Meist endet alles im Kalorien-Desaster, was mit „Creme“ beginnt oder endet. Achten Sie also auf die Wortwahl in der Speisekarte. Wenn schon Vorspeise, dann ein Salat mit einfachem Öl-Essig-Dressing statt Schaumsüppchen und Terrinen. Sollten Sie dennoch mal Lust auf eine warme Suppe haben, bleiben Sie mit einer klaren Gemüsesuppe oder einer Frittatensuppe auf der leichteren Seite. Bitten Sie den Kellner, den Salat ohne Marinade zu servieren. Lassen Sie sich Essig und Öl bringen, um die Fettmenge selbst mit einem Löffel abmessen zu können. 

4. XL-Schnitzel überlassen Sie den anderen 
Manchmal fragt man sich angesichts der Portionsgröße, ob das Restaurant mit seinem Schnitzel ins Buch der Rekorde will. Sie haben dennoch Gusto auf ein Schnitzel? Dann teilen Sie sich eines mit Ihrem Esspartner. Oder Sie greifen gleich besser zum figurfreundlichen Tafelspitz, Grillspieß oder zu gegrillten Hühnerstücken auf Salat. Scheuen Sie nicht davor zurück, nach einer halben Portion zu fragen. Immer mehr Restaurants bieten diese abgespeckte Version nicht nur den Kleinsten an. 

5. Besser den Magen verrenkt als dem Wirt was geschenkt? 
Nur keine falsche Scham – Reste vom Teller darf der Gast gerne mitnehmen. Sie haben ja schließlich dafür bezahlt. Es wird ohnehin zu viel Essen weggeworfen. Sie freuen sich bestimmt am nächsten Tag über eine schnelle Mittagsmahlzeit. Ganz schlaue Gäste bringen gleich ihre eigene Vorratsdose mit, wenn sie ahnen, dass die Portionen größer als ihr Kalorienkontingent sind. 

6. Spaghetti Pomodoro statt Carbonara 
Wer sich nach Urlaubsfeeling sehnt, ist vielleicht gerne mal in fernen Küchen zu Gast. Hier können Sie gleich beim Reservieren potenziellen Kalorienfallen aus dem Weg gehen. Buchen Sie Ihren Tisch vorzugsweise beim Japaner, Vietnamesen oder Koreaner. Dort werden Sie niemals so üppig essen wie im Fastfood-Restaurant, beim Schnitzelwirt, Griechen oder Mexikaner. Sushi, Pho Bo-Suppe oder Summerrolls zum Selberwickeln sind von Natur aus „light“ (Siehe auch Seite 56). Oder wie wäre es mit einer bunten Buddha-Bowl? Selbst bei Ihrem Lieblingsitaliener gibt es figurschonende Pastasaucen auf Tomatenbasis. 

7. Kalorienfeuerwerk Dessert 
Beim Nachtisch können Sie locker die Kalorienmenge einer ganzen Tafel Schokolade einsparen. Überlassen Sie Mousse aller Art (Tiramisu, Panna Cotta, Parfaits) jenen, die den Energieverbrauch eines Spitzensportlers haben. Um die 400–500 kcal kommen sonst ungewollt auf Bauch und Hüften. Aufs Dessert verzichten müssen Sie trotzdem nicht. Bestellen Sie hausgemachtes, herrlich erfrischendes Fruchtsorbet. 

8. Wenn aus Flüssigem Fett wird 
Gegen ein Schnapserl in Ehren sollten Sie sich tunlichst verwehren. Das sind völlig unnötige Zusatzkalorien! Genießen Sie stattdessen einen guten Espresso ohne Zucker. Er lockt die Magensäure und hilft beim Verdauen. Das tut ein Schnaps übrigens wider aller hartnäckigen Gerüchte nicht. Doch selbst, wenn Sie einmal beim Essen außer Haus über die Stränge geschlagen haben und das schlechte Gewissen Sie plagt – werfen Sie die Flinte nicht ins Korn. Gleich am nächsten Tag haben Sie die nächste Chance, die einmalige ungezügelte Schlemmerei wieder auszugleichen.

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