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WELLNESS & WOHLBEFINDEN

Spiel dich fit!

Bewegung an der frischen Luft ist gesund, aber Sport ist viiiel zu anstrengend? Outdoor-Spiele sind eine gute Möglichkeit, um fit zu bleiben und gleichzeitig Spaß zu haben! Von Antonia Wemer

Für den Spaß vor der eigenen Haustüre braucht es nicht viel. Aber ein paar lustige Outdoor-Tools erhöhen die Motivation. Durch den taufrischen Wald joggen oder zu Hause versumpfen? Ins Fitnessstudio fahren oder einen Film anschauen? 

In der Yogaklasse den herabschauenden Hund üben oder vom Sofa aus auf den Hund hinabschauen? Bei Entscheidungen wie diesen gewinnt oft die eigene Schwerkraft. Deshalb ist es sinnvoll, die Wahlmöglichkeiten zu ändern. Das könnte dann in etwa so aussehen: zu Hause versumpfen – oder in den Wald fahren und eine lustige Schnitzeljagd mit der ganzen Familie machen? 

Bei strahlendem Sonnenschein im dunklen Wohnzimmer einen Film anschauen – oder im Park ein spannendes Discgolf-Match mit Freunden spielen? Vom Sofa aus auf den Hund hinabschauen – oder mit dem lieben Vierbeiner auf die nächste Wiese gehen und ihm Bälle werfen? Für Menschen, die fit bleiben, aber nicht ständig Sport treiben wollen, sind Outdoor-Spiele eine perfekte Alternative, um in Bewegung zu kommen und etwas für ihre Gesundheit zu tun. 

Ob mit dem Partner, mit Freunden, der Familie oder mit dem Haustier – beim Spielen im Freien werden Muskeln trainiert und auch die frische Luft tut dem Körper gut. Im Folgenden einige Ideen: 

Sommerlicher Spiele-Spaß 
Spikeball. Man sieht sie mittlerweile auf den Grünflächen vieler Parks: Die runden Netze, die aussehen wie kleine Trampoline. Um sie herum gruppieren sich zwei mal zwei Spieler, die versuchen, einen Ball so auf das Netz zu spielen, dass das gegnerische Team ihn nicht mehr erreichen und zurückspielen kann. Der Spikeball selbst darf dabei pro Spielzug bis zu dreimal vom eigenen Team berührt werden – und zwar mit allen Körperteilen. Durch das hohe Tempo ist dieses Spiel einerseits herausfordernd und andererseits eine Riesenhetz. Netter Nebeneffekt: Durch die Bewegung auf unebenem Untergrund wird die Tiefenmuskulatur gestärkt. 

Kubb. Ein gutes Armtraining ist dieses Geschicklichkeitsspiel mit Holzklötzen, das ebenfalls auf einem Rasen gespielt wird und das im deutschsprachigen Raum auch unter dem Namen „Wikingerschach“ bekannt ist. Es treten üblicherweise zwei Mannschaften gegeneinander an, die aus ein bis sechs Personen bestehen. Die Spieler versuchen, die Klötze der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen. Der König, der in der Mitte des Spielfelds steht, muss zuletzt getroffen werden. Ein Kubbspiel wird traditionell selbst aus Hartholz gebaut, ist aber auch käuflich erwerbbar. 

Waboba Voli. Dieses Outdoor-Spiel für zwei Personen kann ganz schön schweißtreibend sein. Man schießt dabei mit einem harten, flachen Handschuh ein gefedertes Wurfgeschoss hin und her. Die Handschuhe vergrößern die Handfläche und werden wie Schläger verwendet. Der Federball ist üblicherweise farbenfroh und macht gute Laune. Die Spielregeln kann man sich selbst ausmachen, es muss aber nicht unbedingt einen Gewinner geben – der Spaß an der gemeinsamen Freizeitbeschäftigung zählt! 

Tauziehen. Bis 1920 gehörte dieses Spiel zu den Olympischen Sportarten, heute wird es gerne von Kindern gespielt. Aber auch Erwachsene haben diese Form des Kräftemessens vielerorts wieder entdeckt. Die Regeln sind simpel: An je einer Hälfte eines langen Seils ziehen zwei Mannschaften in entgegengesetzte Richtungen. Sieger ist die Gruppe, die das Seil bis zu einer festgelegten Marke auf ihre Seite zieht. Die eigene Fitness kann dabei nur gewinnen: Arm- und Bauchmuskeln laufen dabei zu Höchstform auf und auch der Rücken wird gestärkt. 

Cornhole. In den USA ist es längst ein Klassiker, mittlerweile wird es auch bei uns gespielt: Cornhole ist vor allem als Garten-Game beliebt. Mehrere Teilnehmer werfen abwechselnd mit Granulat oder Mais gefüllte Säckchen auf eine angehobene Plattform mit einem Loch. Bleibt ein Säckchen auf der Plattform liegen, ist ein Punkt erzielt, wird es versenkt, gibt es drei Punkte. Vorsicht: Man kann auch Punkte verlieren, wenn man beim nächsten Wurf ein Säckchen wieder von der Plattform stößt. 

Golf mal anders 
Crossgolf. Diese abenteuerliche Variante spielt man nicht auf dem Golfplatz, sondern im öffentlichen Raum und nach Regeln, die man sich selbst ausmacht. Dabei werden handelsübliche Schläger mit Softbällen kombiniert, denn die Sicherheit hat Vorrang. Löcher muss man nicht unbedingt graben. Man kann sich auch bereits vorhandene Ziele aussuchen, die getroffen werden müssen. Ideal sind große Wiesen und andere Brachflächen, aber auch auf Asphalt kann Crossgolf gespielt werden. 

Discgolf. Bei diesem Frisbeesportspiel soll man mit einer minimalen Anzahl von Würfen in Körbe treffen, die in öffentlichen Grün- oder Sportanlagen installiert sind. Alles, was man dazu braucht, sind spezielle Frisbees, die etwas schwerer und aerodynamischer sind als übliche Frisbeemodelle. 

Fußballgolf. Ein tolles Training für alle, für die Kicken mehr Spiel als Sport ist. Es geht darum, den Ball mit möglichst wenigen Schüssen von einem markierten Abschlagsort in ein entsprechend großes Loch zu schießen – das man zuvor an einer geeigneten Stelle gegraben hat. 

Leitergolf. Hier besteht die Aufgabe darin, mit einer Schnur verbundene Bälle auf die Sprossen einer Leiter zu werfen, sodass sie sich herumwickeln. Dabei steht man sechs bis acht Meter vom Zielobjekt entfernt – es braucht also Wurfgenauigkeit und auch etwas Muskeleinsatz. Man kann auch versuchen, bereits hängende Ballschnüre der gegnerischen Mannschaft wieder abzuwerfen. 

Family Fun mit Fitness-Faktor 
Um die Wette gehüpft. Natürlich kann man auch alleine Seilspringen. Viel lustiger wird es allerdings, wenn man ein Spiel daraus macht. Dabei können alle nur gewinnen: Die Kinder haben mehr Spaß, weil die Eltern mithüpfen. Und die Erwachsenen kommen dabei in Topform, verbrennen jede Menge Kalorien und stärken außerdem ihre Knochen. 

Möglichkeiten für Wettbewerbe gibt es viele: Wer springt am schnellsten? Wer schafft die meisten fehlerlosen Sprünge? Wer kann sich seilspringend am weitesten nach vorne bewegen – oder am öftesten im Kreis drehen? Ab drei Personen wird es noch spannender: Dann können zwei das Seil schwingen, während jeweils einer versucht, so lange wie möglich darin zu hüpfen. 

Versteinern. Diese Variante des Klassikers „Fangen“ ist nicht nur eine Gaudi, sondern trainiert auch den ganzen Körper: Innerhalb eines ausgemachten Spielfelds versucht der Fänger so schnell wie möglich jemand anderen abzuschlagen, während alle wegrennen. Gelingt das, wechseln die Rollen – wer „gefangen“ wurde, bleibt breitbeinig stehen und bewegt sich nicht mehr. Jeder andere, noch nicht versteinerte Spieler, kann einen versteinerten Mitspieler befreien, indem er zwischen seinen Beinen durchschlüpft. Ziel des Fängers ist es, alle zu „versteinern“. Sobald es ihm gelungen ist, wird die letzte Person, die versteinert wurde, zum Fänger. 

Bäumchenwechsel. Auch dieses beliebte Spiel ist ein Fangspiel für mehr als drei Personen. Jede lehnt an einem Baum, nur eine steht in der Mitte und ruft: „Bäumchen, wechsle dich!“ Auf dieses Kommando hin laufen die anderen schnell los, um einen anderen Baum zu erreichen. Der Rufer versucht währenddessen, eine der rennenden Personen abzuschlagen. Gelingt es ihm, muss diese in die Mitte. Dieses Spiel erhöht die Kondition und die Reaktionsfähigkeit – auch bei erwachsenen Spielern. 

Hochwasser-Lauf. Schon einmal versucht, einen fast randvoll mit Wasser gefüllten Becher im Eiltempo über eine festgelegte Rennstrecke zu transportieren, ohne dass der Inhalt überschwappt? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. Dieses Bewegungsspiel ist ein Spaß für Groß und Klein – und trainiert obendrein die Balance. Gewonnen hat, wer am Ende noch das meiste Wasser im Becher hat. Hindernisse für Erwachsene dürfen eingebaut werden und helfen dabei, die Chancen der Jüngsten zu erhöhen. 

Sackhüpfen. Nur zuschauen, wenn die Kinder hopsen, gilt nicht! Einerseits, weil es für die Kids den Spaßfaktor enorm erhöht, wenn auch die Erwachsenen sich ein bisschen verausgaben müssen. Und zweitens, weil der Effekt auf die körperliche Fitness enorm ist. Keine Sorge: Man muss nicht in Säcken hüpfen, die einem nur bis zum Knie gehen. Exemplare in Eltern-, Tanten- und Onkelgröße lassen sich ganz einfach im Internet bestellen. 

Butterwalgen. Ideal nach einer anstrengenden Outdoor-Spielerunde oder einer Wanderung: Man lässt sich ausgestreckt einen Wiesenhang hinabrollen. Gewonnen hat, wer als erster unten ist. Die Muskeln werden dabei vor allem entspannt und massiert. Eine Herausforderung ist das Butterwalgen dennoch: für den Orientierungssinn. 

Der Hund spielt mit 
Slalom durch die Beine. Mit dieser Beschäftigung kann man die Konzentration seines Hundes fördern und selbst ein bisschen Bewegung machen. Man stellt dazu ein Bein vor das andere, um einen „Durchgang“ zu schaffen und lockt seinen Vierbeiner mit etwas Futter hindurch. Dann geht man einen Schritt, sodass das andere Bein vorne ist – und lockt den Hund wieder durch den Durchgang. 

Wenn der Slalom zu Hause gut gelingt, kann man dieses Hunde-Mensch-Spiel in einen Spaziergang im Freien einbauen. Mit der Zeit lässt sich auch die Belohnung variieren: Statt jedes Mal gibt es das Leckerli erst dann, wenn der „Slalomläufer“ bereits 2-, 4- oder 7-mal durchgelaufen ist. 

Reizangeltraining. Arm- und Rückenmuskulatur trainieren und dabei gleichzeitig dem Hund abgewöhnen, hinter Hasen oder Rehen herzujagen? Bei diesem Hetzspiel darf der jagdlich motivierte Vierbeiner einer „Beute“ hinterherrennen, die man mit einer Reizangel von ihm weg bewegt. Die Angel ist ein rund zwei Meter langer Stock, an dem eine Leckerei oder ein Lieblingsspielzeug mit einer Schnur befestigt ist. Wichtig ist, dass der Hund nur auf Kommando losrennen darf, auch wenn sich die „Beute“ schon vorher vor ihm auf und ab bewegt – und dass er die Hetze ebenfalls auf Kommando beenden muss. 

Das wird durch Belohnung erreicht. Ab und zu sollte er das Jagdobjekt erfolgreich erbeuten können. Nicht geeignet ist dieses Spiel für Welpen und zum „Müde-Spielen“ von erwachsenen Hunden – wenn es zu lange durchgeführt wird, kann der Effekt ins Gegenteil schlagen und der Jagdtrieb gesteigert werden. Zum Schluss noch ein Fitness-Tipp: Der Trainingseffekt für den Menschen wird gesteigert, wenn man die Reizangel abwechselnd mit der linken und rechten Hand führt.

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